Samstag, 2. Februar 2008 10:06
Ich habe gerade im Netz nen Artikel gelesen, der mir sehr aus der Seele spricht: http://www.cicero.de/259.php?kol_id=10532
Dort geht es darum, das Deutschland mit der wachsenden Zahl der Auswanderwilligen den eigentlichen Wirtschaftsmotor Mittelstand verliert.
Ein Satz aus dem Artikel den ich besonders treffend finde ist dieser hier:
“Während wir endlos über die Extreme von oben (Topmanager und deren Gier) und unten (Mindestlohn-Empfänger und gewalttätige Migrationsjugendliche) diskutieren, vollzieht sich ein Bruch der Gesellschaft in der Mitte. Man erörtert über Jahre, wie man den Wohlstandskuchen noch ein bisschen gerechter verteilen könnte, doch unterdessen flüchten diejenigen aus der Küche, die den Kuchen backen sollen.”
Ich glaube das beschreibt die aktuelle Situation doch ganz gut. Denn mit der Mittelschicht wandert immer mehr Wirtschaftskraft ins Ausland ab. Der eigentliche Wirtschaftsmotor Deutschlands kommt langsam aber sicher ins Stottern. Denn einen Großteil des Gesamtsteueraufkommens tragen nicht die großen Global-Player sondern z.b. das kleine Handwerkerle mit seinen 5 - 10 Angestellten oder der mittelständische Maschinenbauer mit um die 50 Angestellten.
Und ganz ehrlich - ich habe auch schon einige Male mit dem Gedanken gespielt, diesem Land den Rücken zu kehren. Einzig die Tatsache, das es mit meiner Selbständigkeit im Moment so gut funktioniert, hält mich hier… So langsam sollte unsere Politik mal aufwachen und sich um die wirklich wichtigen Probleme in diesem Land kümmern - nämlich die Bindung der Mittelschicht an ihre Heimat! Denn sonst könnte Deutschland in 20 oder 30 Jahren von einer Wirtschaftsmacht zum Schwellenland mutieren…