Beiträge vom Juni, 2009

Wenn der Tiger nich schnurren mag…

Samstag, 27. Juni 2009 16:25

Am Donnerstag hat mich ein Problem mit meinem alten G5, auf dem noch Tiger (OS X 10.4) läuft, fast zur Verzweiflung gebracht. Den Rechner nutze ich im Homeoffice noch als Arbeitsrechner. Für das bissle HTML, CSS und PHP basteln reicht der noch dicke aus. Auch für das stolze Alter von über 6 Jahren mittlerweile. Auch mit ein Grund warum ich Macs so mag. Die sind zwar in der Anschaffung teurer als PCs, halten dafür aber auch entsprechend länger und haben auch einen stabilen Wiederverkaufswert. Für den G5 würde ich wohl heute immer noch um die 600 € bekommen auf dem Gebrauchtmarkt. 

Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Beim Arbeiten am Donnerstag Abend hat mein Internet gelahmt ohne Ende. Ich habe in meinem Homeoffice Kabel-DSL. Die lahmende Leitung hab ich erstmal auf die Tatsache geschoben, das es 18.00 Uhr war und wahrscheinlich das ganze Haus auch mit Kabel-DSL im Internet unterwegs ist und der Verteiler einfach nicht hinterher kommt. Nachdem aber mit der Zeit die Geschwindigkeit immer langsamer wurde, zeitweise noch nicht mal ne Downloadrate von 10 Kb/s erreichte, hab ich mal spaßeshalber das Netz am Laptop getestet. Dort ging alles flott wie es sollte. Das Internet war voll da und die Downloadraten anständig. Ergo musste das Problem am G5 liegen. 

Erster Schritt bei Problemen mit dem Internet - Einstellungen prüfen. Und eben jene Einstellungen brachten mich zur Verzweiflung. Es kam nämlich jedes Mal beim Aufrufen der Netzwerkeinstellungen ein Fenster, das mir mitteilte, das die Netzwerkeinstellungen von einem anderen Programm geändert wurden. Eine Bestätigung mit OK hatte zur Folge, das die selbe Meldung wieder erschien. Ergo konnte ich meine Einstellungen nicht ändern. 

Ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen (irgendwelche Viren, Tojaner, Würmer, keine Ahnung, die sich meines Mac bemächtigt haben - auch wenn das eher unwahrscheinlich war). Nach ein wenig Googlen hab ich dann rausgefunden, das es wohl einen Bug in einem Sicherheitsupdate von Apple gab, das eine Änderung an der Speicherung der Zugangspasswörter vorgenommen hat und dann hinterher zu diesem Fehler führte. Also hab ich erstmal mit dem Laptop das aktuellste Update gezogen und auf den G5 geladen. Aber irgendwie hat es Apple scheinbar bis heute nicht geschafft, den Bug abzustellen. Zumindest brachten die Updates nicht den gewünschten Erfolg. 

Letztendlich hab ich dann rumprobiert und ein paar Tips aus Mac-Foren befolgt (Library-Prefs löschen und die Netzwerkumgebungen neu anlegen). Nach knapp 3 Stunden konnte ich dann auch mit dem G5 wieder in gewohnter Geschwindigkeit arbeiten. Aber irgendwie nerven solche Aktionen. Ich bin im Moment durch recht viel Arbeit zeitlich eh schon angespannt - da kann ich keine rumspinnenden Rechner gebrauchen. Deswegen könnt ich auch nie als Administrator oder sowas arbeiten. Was das angeht, hab ich überhaupt keine Ambitionen. Ein Rechner muss funktionieren - da will ich nich großartig erst dran rumadministrieren müssen. Anschalten und losarbeiten. Und bisher war das am Mac eigentlich auch immer so. Vielleicht isses wirklich an der Zeit den guten alten G5 mal auszumustern und durch was aktuelles zu ersetzen…

Thema: Aus der Agentur | Kommentare (1) | Autor: gESTALTUNGSmETZGER

Performanter PHP-Code

Mittwoch, 24. Juni 2009 21:08

Auf Coogle-Codes hab ich ne Liste entdeckt (danke myel für den Tipp), wie man mit einigen wenigen Kniffen PHP performanter programmieren kann. Seht selbst:

http://code.google.com/intl/de-DE/speed/articles/optimizing-php.html

Einiges davon wusste ich - anderes wie z.B. dann man auch Kommas zur Separation mehrerer Variablen in einer Echo-Ausgabe verwenden kann bisher nicht. 

Kennt jemand ähnliche Seiten? Solche Kniffe zu kennen ist ja an sich nie verkehrt.

Thema: Netzfundstücke | Kommentare (2) | Autor: gESTALTUNGSmETZGER

Historisches Datum…

Donnerstag, 18. Juni 2009 19:22

Ich befürchte in Deutschland war heut ein historisches Datum. Wer soeben die Debatte im Bundestag um das “Kinderpornosperrgesetz” verfolgt hat, weiss was ich meine. Heute ist also tatsächlich der Grundstein für staatliche Zensur im Internet gelegt worden. Auch wenn die Befürworter immer wieder beteuert haben, dass das Spezialgesetz einzig für kinderpornografische Inhalte verwendet wird, beschleicht sich in mir doch der Verdacht, das war nicht die letzte Entscheidung einer deutschen Regierung die freie Meinungsäußerung im Internet einzuschränken. Wie ja schon von diversen Politikern in letzter Zeit zu lesen war, würde man dieses Gesetz auch ganz gern z.B. bei Killerspieleseiten (z.B. Counter-Strike-Foren) anwenden. Und da braucht demnächst nur wieder ein Amoklauf stattfinden, an dem wie immer die “Killerspiele” schuld sind - schon haben wir solche Zensurvorschläge wieder in den Debatten.

Einen großen Respekt habe ich vor Jörg Tauss (SPD), der sich trotz aller Widrigkeiten so klar gegen dieses Gesetz positioniert hat. Auch wenn ich mit den Soialdemokraten als Partei sonst nicht viel anfangen kann - davor ziehe ich meinen Hut (wenn ich einen aufhätte).

Nunja wir dürfen wohl die nächste Zeit gespannt verfolgen, was den Damen und Herren “da oben” noch so alles einfällt, uns zu bevormunden. Ich finde es auf jeden Fall sehr bedenklich, das in einem Land wie dem unseren, mit dieser Vorgeschichte, ein solches Gesetz Zustimmung gefunden hat. Aber mit dem Thema Kinderpornografie lässt sich halt schön polemische Politik betreibt. Traurig.

Nachtrag: Na es geht doch schon los:

http://www.heise.de/newsticker/CDU-Politiker-prueft-Websperren-fuer-Gewaltspiele-ernsthaft–/meldung/140763

Thema: Allgemeines, Privates | Kommentare (5) | Autor: gESTALTUNGSmETZGER

Nachwuchstalente gesucht…

Donnerstag, 11. Juni 2009 14:15

Ich war gestern seit langem mal wieder zum Feiern unterwegs. Um genau zu sein im Hirsch in Nürnberg. Und wie auf mittlerweile so gut wie jeder abendlichen Tanzveranstaltung hüpften auch dort jede Menge Party-Fotofgrafen herum die für diverse Partyportale Content generierten :) Auch mich hat’s erwischt und ich wurde abgelichtet. Nach dem Foto gibt’s dann die obligatorische Visitenkarte, damit man auch weiss, welches Portal man aufsuchen muss, um zu kontrollieren, ob der Fotograf auch die Schokoladenseite eingefangen hat.

Nun ja, so weit so unspektakulär. Nun schau ich gerade auf besagtes Kärtchen. Vorne drauf die Adresse des Partyportals und hinten drauf Werbung. Nur die hat es in sich. Hier sucht nämlich die Erlanger Samenbank nach “Nachwuchstalenten” und ist sogar bereit, dafür 105 Euro springen zu lassen. Da bekommt die Redewendung “steifes Fest” ja mal ne ganz neue Bedeutung *g*

Thema: Allgemeines, Privates | Kommentare (3) | Autor: gESTALTUNGSmETZGER

Arcandor und so…

Mittwoch, 10. Juni 2009 7:51

So seit gestern ist es endlich raus. Arcandor geht in die Insolvenz und bekommt keine staatlichen Beihilfen. Und ich muss sagen dass das die richtige Entscheidung ist. Eine Firma, die sich durch jahrelanges Missmanagement selbst in diese Lage gebracht hat und jetzt zudem noch nicht mal bereit ist, den eigenen Risikoanteil für die Rettung hoch genug anzusetzen (die Eigentümer wollten das Eigenkapital um 150 Mio € aufstocken), sondern dieses Risiko lieber vom Steuerzahlen übernommen haben will, hat das einfach nicht verdient. Klar ist es schade für die Mitarbeiter von Arcandor. Aber sorry - da kann nun Vater Staat wahrlich nichts dafür. Zumal z.B. Frau Schickedanz alleine wohl mit ihrem Privatvermögen von mehreren Milliarden Euro im Grunde genug Kapital zur Verfügung hätte, um das Ganze ohne staatliche Beihilfen über die Bühne zu bekommen.

Von dem her find ich es nur richtig und gerecht, das auch bei einem Unternehmen, das über 50.000 Leute beschäftigt, keine Ausnahme gemacht wird. Denn irgendwo isses doch so das egal ob ein Unternehmen 5, 50, 500 oder 50.000 Beschäftigte hat. Wenn ich als Chef scheiße bau und den Laden in die Pleite führe, bleibt im Normalfall nur die Insolvenz. Und Insolvenz heisst ja nun auch nich, das alle 50.000 Beschäftigten auf der Straße landen werden. 

Und eines will ich noch loswerden. Ich bin wahrlich kein Fan der CDU/CSU. Aber vor Herrn von und zu Guttenberg hab ich mittlerweile tierischen Respekt. Dem ist es auch in Wahlkampfzeiten herzlich egal, ob seine Entscheidungen unpopulär sind oder nicht. Und wenn Arcandor selbst schon nicht bereit ist, die nötigen Schritte zur Rettung des Unternehmens zu gehen - warum soll es dann der Steuerzahler tun? Wenn es wirklich ein Rettungspaket gegeben hätte, wär das mit Sicherheit eine zweite Holzmann-Pleite geworden. Nur mit dem Unterschied das noch n paar Steuer-Millionen mehr verbrannt worden wären. Darüber sollen die SPD-Politiker, die jetzt gerade über Herrn Guttenberg herziehen mal näher nachdenken. Naja ich denke im September wird es vom Wahlergebnis ähnlich aussehen, wie bei der Europawahl und damit stehen die Chancen gut, das Herr Guttenberg uns als Regierungspolitiker weiterhin erhalten bleiben wird.

Thema: Allgemeines, Privates | Kommentare (9) | Autor: gESTALTUNGSmETZGER